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| ort:flurnamen:berge [2020/01/12 22:58] – Achim Höhler | ort:flurnamen:berge [2026/09/27 23:51] (aktuell) – Achim Höhler | ||
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| ====== Berge und Anhöhen ====== | ====== Berge und Anhöhen ====== | ||
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| ^Berg^Höhe^Lage & Bedeutung^ | ^Berg^Höhe^Lage & Bedeutung^ | ||
| - | |Großer | + | |Heckberg (Im Heck)|383, |
| |Immerkopf (Auf dem Immerhöchsten)|364, | |Immerkopf (Auf dem Immerhöchsten)|364, | ||
| |Schimmelhau (Im Schimmelhau)|364, | |Schimmelhau (Im Schimmelhau)|364, | ||
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| |Rafelsberg (Im Rafelsberg)|360, | |Rafelsberg (Im Rafelsberg)|360, | ||
| |Hohe Warte (Am Giersberg)|359, | |Hohe Warte (Am Giersberg)|359, | ||
| + | |Steinbrecher Kopf (Auf der Steinbreche)|358, | ||
| |Löher Kopf (Auf dem Löh)|352, | |Löher Kopf (Auf dem Löh)|352, | ||
| |Buschhardt (An der Buschhardt)|352, | |Buschhardt (An der Buschhardt)|352, | ||
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| |Hardtskopf (Auf der Hardt)|307, | |Hardtskopf (Auf der Hardt)|307, | ||
| |Hömel (Im Hömel)|305, | |Hömel (Im Hömel)|305, | ||
| + | |Heienhardt (Auf der Heienharth)|276, | ||
| |Wiehau (Im Wiehau)|265, | |Wiehau (Im Wiehau)|265, | ||
| - | |Heskesberg (Auf dem Heskenberg)|265, | + | |Heskesberg (Auf dem Heskenberg)|265, |
| |Sonnenscheinsberg (Im Sonnenschein)|265, | |Sonnenscheinsberg (Im Sonnenschein)|265, | ||
| + | |Mühlenhardt (Auf der Mühlenhardt)|254, | ||
| |Hohhardt (Auf der Hohhart)|253, | |Hohhardt (Auf der Hohhart)|253, | ||
| - | |Faulenberg|234, | + | |Faulenberg |
| |Wiehlpuhler Stauwehr|140, | |Wiehlpuhler Stauwehr|140, | ||
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| ==== Giersberg/ | ==== Giersberg/ | ||
| - | Die Hohe Warte ist ein markanter Berg, der früher auch Giersberg genannt wurde. | + | Die Hohe Warte ist ein mit 359,8 Meter hoher markanter Berg, der früher auch Giersberg genannt wurde. Der Berg fällt fast zu allen Himmelsrichtungen sehr steil ab und hat ein Höhengefälle zur Agger am Ohler Stauwehr von 233,4 Metern. Der Berg stellt den nördlichsten Punkt des Heckberger Waldes dar und liegt bereits im Gebiet |
| - | Um den Giersberg lagen früher reiche Eisenerzvorkommen, | + | Auf der Mercatorkarte von 1575 heißt es „Der Geirßpergh“. Die Herkunft |
| - | Über die Hohe Warte führte auch eine mittelalterliche Handelsstrasse, die von Bonn, Drabenderhöhe und Ründeroth nach Hagen führte. Sie wurde als „Zeithstrasse“ bezeichnet. Über diese Höhen-Verbindungsstraße zogen früher mühsam Ochsen- | + | Ein anderer Ansatz für die Wortherkunft liegt in „gēr“, was für einen Speer steht oder Dreizack steht. Schaut man sich die Topografie des Berges an, ragt dieser |
| + | Interessant ist auch die in der Mercatorkarte eingezeichnete am Fuße des Berges und an der Quelle des Molbaches gelegene Bezeichnung | ||
| - | Der Verschönerungsverein Ründeroth errichtete auf dem Gipfel am 20. September 1867 auf fast 360 m Höhe einen der ersten Aussichtstürme im Oberbergischen Land. Von hier aus hat man einen fantastischen Blick zum Rhein, sowie ins Agger- und Wiehltal. Selbst das Siebengebirge bei Bonn ist bei gutem Wetter zu sehen. Neben dem Aussichtsturm befindet sich die im Jahre 2000 errichtete „Paul-Claudius-Schutzhütte“. Auf dem Weg nach Ründeroth hat der Heimat- und Verschönerungsverein Ründeroth einen Rastplatz mit einer Infotafel zur „Alten | + | Bei der Flur Weinhagen kann vermutet werden, dass dieses Gebiet mit Weinanbau im Mittelalter bewirtschaftetet wurde. Dabei muss ausgegangen werden, dass diese 1575 erwähnte Flur schon sehr alt war, denn um diese Zeit war das Klima sehr viel kühler als im 20. Jahrhundert. Selbst heute ist dort kein Weinanbau möglich. Doch im Hochmittelalter um 1200 gab es ein Klimaoptimum, |
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| + | Um den Giersberg lagen früher reiche Eisenerzvorkommen, | ||
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| + | Nicht weit davon verlieh man auf der homburgischen Seite 1477 Schürfrechte „in dem Berg uff dem Vorste„. Westlich der Hohen Warte ist der Kaltenbacher Bergbau erwähnenswert. Laut einer Urkunde von 1575 waren dort mehrere Bergwerke in Betrieb, wie der „Sonnenschein, | ||
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| + | 1690 heißt es in der Karte „Berge ducatus Marck comitatus“ von Gerard Valck und Pieter Schenk „Der Gersberg“ und in der Wiebeking-Karte von 1789 über das Herzogtum Berg „Girschberg“. In der Rummelkarte von 1802, die die Reichsherrschaft Gimborn-Neustadt darstellt, erscheint die Bezeichnung „Der Gersberg“, | ||
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| + | Über die Hohe Warte führte auch eine mittelalterliche Handelsstraße, | ||
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| + | Der Verschönerungsverein Ründeroth errichtete auf dem Gipfel am 20. September 1867 einen der ersten Aussichtstürme im Oberbergischen Land. Von hier aus hat man einen fantastischen Blick zum Rhein, sowie ins Agger- und Wiehltal. Selbst das Siebengebirge | ||
| ==== Hipperich ==== | ==== Hipperich ==== | ||
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| ==== Löher Kopf ==== | ==== Löher Kopf ==== | ||
| - | er Löher Kopf ist ein 352,8 hoher Berg bei Drabenderhöhe und wird von den Bächen Loope, Umschersiefen, | + | Der Löher Kopf ist ein 352,8 hoher Berg bei Drabenderhöhe und wird von den Bächen Loope, Umschersiefen, |
| Die Anhöhe liegt in den historischen Fluren von Büddelhagen, | Die Anhöhe liegt in den historischen Fluren von Büddelhagen, | ||
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| ==== Steimel ===== | ==== Steimel ===== | ||
| - | Der Steimel ist ein 350,9 m hoher Berg mit einem schönen Waldgebiet nördlich von Büddelhagen. Der Name setzt sich aus den Wörtern Stein und Bühl (althochdeutsch buhil) zusammen. Bühl steht für einen Berg oder eine Anhöhe. Der heimischen Dialekt verkürzt die beiden Wörter und setzt sie zu Steemel, hochdeutsch umgedeutet zu Steimel zusammen. Der Steimel ist also der Steinberg | + | Der Steimel ist ein 350,9 m hoher Berg mit einem schönen Waldgebiet nördlich von Büddelhagen. Der Name setzt sich aus den Wörtern Stein und Bühl (althochdeutsch buhil) zusammen. Bühl steht für einen Berg oder eine Anhöhe. Der heimischen Dialekt verkürzt die beiden Wörter und setzt sie zu Steemel, hochdeutsch umgedeutet zu Steimel zusammen. Der Steimel ist also der Steinberg. Historisch gesehen bildete das Waldgbiet um den Steimel die Flur " |
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| + | ====Rafelsberg==== | ||
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| + | Der Rafelsberg gehört zu den unbekannteren Bergen im Heckberger Wald und liegt westlich der Ortschaft Büddelhagen in der Gemeinde Engelskirchen. Wer viel Wald und Natur mag, ist hier genau richtig. Der Rafelsberg misst eine Höhe von 360,4 m. Weite Gebiete stehen hier unter Naturschutz. | ||
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| + | Das Gebiet liegt in den historischen Fluren " | ||
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| + | Den Namensursprung zu deuten, gestaltet sich nicht so einfach. Es ist anzunehmen, dass es sich um eine Zusammensetzung des mittelhochdeutschen „rāwe “, was für Ruhe steht und des ebenfalls mittelhochdeutschen " | ||
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| + | Mit der preußischen Uraufnahme wurden von dem Gebiet erstmals Katasterunterlagen im Jahre 1828 erstellt. Aus dieser lässt sich entnehmen, dass die Waldungen insbesondere den Einwohnern von Büddelhagen, | ||
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| + | Die Besitzverhältnisse des Waldes veränderten sich allerdings Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhundert. Nach der Betriebskarte "der Engels' | ||
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| + | Auch heute noch gibt es Erzählungen, | ||
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| + | Wie schon erwähnt, gehörten die Waldgebiete zusammen mit den benachbarten Ortschaften Anfang, | ||
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| + | Auch in der Presse wurde das Thema hitzig aufgenommen. Die " | ||
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| + | Nach 8 Jahren langer Streitigkeiten mit den Gemeinden Much und Engelskirchen gelang am 1. Oktober 1932 zumindest die Ausgemeindung der Orte Scheidt und Anfang. Die anderen Orte verblieben weiterhin bei Much und Engelskirchen. Der damalige Bürgermeister der Gemeinde Drabenderhöhe Dr. Hermann Lutter versuchte auch in den folgenden Jahren die Eingemeindung der anderen Orte voranzutreiben, | ||
| + | In welcher Beziehung Gustav Neuschäfer zur Gemeinde Engelskirchen und zu Hermann Engels stand, bleibt noch aufzuklären. | ||
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| + | Letztendlich wurden die Orte Brächen, Büddelhagen und Verr am 1. Januar 1975 der Stadt Wiehl zugeschlagen. Allerdings hielt man sich nicht an bestehende Flurgrenzen, | ||
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