Heimatverein Drabenderhöhe e.V.

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 ==== Anfang ==== ==== Anfang ====
  
-Der Hof Anfang ist ein Ortsteil von Drabenderhöhe. Ursprünglich bestand dieser nur aus einem Haus, welches die frühere Gaststätte Lang beherbergte. Der Ort liegt bereits jenseits der Kirche zu Drabenderhöhe und damit auch jenseits der früheren homburgischen Landesgrenze. Wahrscheinlich kommt die Bezeichnung von dieser Grenzlage, denn hier begann das Territorium des Herzogtum Bergs mit dem Amt Steinbach. Der Hof ist vermutlich eine Neugründung des 17. Jhds. In früheren Dokumenten erscheint Anfang noch nicht. Die Abgrenzung zu Scheidt läuft entlang der „Alten Kölner Straße“ mit Ausnahme des alten Hauses der Familie Lutter, welches bereits in der Gemarkung von Scheidt liegt und damit zum Hof „Schniffel“ gehört. Die östliche Grenze zu Drabenderhöhe bildet die Zeitstraße.  +Der Hof Anfang ist ein Ortsteil von Drabenderhöhe. Ursprünglich bestand dieser nur aus einem Haus, welches die frühere Gaststätte Lang beherbergte. Der Ort liegt bereits jenseits der Kirche zu Drabenderhöhe und damit auch jenseits der früheren homburgischen Landesgrenze. Vermutlich wurde der Hof Anfang des 17. Jahrhunderts als Pachthof des adeligen Hauses Alsbach errichtet. Da in früheren Zeiten kein Ort existierte, wurde der Hof nach der Flurbezeichung "Auf dem Anfang"/"Am Anfang" benannt.  Möglicherweise kommt die Bezeichnung von dieser Grenzlage, denn hier begann das Territorium des Herzogtum Bergs mit dem Amt Steinbach. Die Abgrenzung zu Scheidt läuft entlang der „Alten Kölner Straße“ mit Ausnahme des alten Hauses der Familie Lutter, welches bereits in der Gemarkung von Scheidt liegt und damit zum Hof „Schniffel“ gehört. Die östliche Grenze zu Drabenderhöhe bildet die Zeitstraße.  
  
 Anfang wurde urkundlich das erste Mal 1638 in den Kirchenrechnungen von Drabenderhöhe erwähnt. Jost "ufm Anfang" hatte an die Kirche 1 Gulden und 5 Albus zu zahlen. Vermutlich war er Pächter eines Grundstückes oder vielleicht gehörte der ganze Hof der Kirche. Diese Pacht lässt sich bis 1646 nachweisen. In diesem Jahr ist Jost dann nach Scheidt umgezogen.  Anfang wurde urkundlich das erste Mal 1638 in den Kirchenrechnungen von Drabenderhöhe erwähnt. Jost "ufm Anfang" hatte an die Kirche 1 Gulden und 5 Albus zu zahlen. Vermutlich war er Pächter eines Grundstückes oder vielleicht gehörte der ganze Hof der Kirche. Diese Pacht lässt sich bis 1646 nachweisen. In diesem Jahr ist Jost dann nach Scheidt umgezogen. 
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 {{:bilder:vor1920-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_gaststaette_ewald_kalscheuer_1918.jpg?200|}} Anfang 1919 mit britischem Wachposten {{:bilder:vor1920-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_gaststaette_ewald_kalscheuer_1918.jpg?200|}} Anfang 1919 mit britischem Wachposten
  
-Die Gastwirtschaft in Anfang wurde ab 1845 von Wilhelm Ferdinand vom Schemm weitergeführt. Er heiratete Wilhelmina Lutter, die Tochter des 1832 verstorbenen Gastwirts Johannes Peter Lutter. 1855 sind als Wirte Friedrich Wilhelm Sichelschmidt und Heinrich Caspar Friedrichs angegeben. Um 1878 lebte die Familie Herder in Anfang und um 1893 wurde die Wirtschaft von Robert Wirths betrieben. Nach 1900 kam das Haus in den Besitz von Ewald Kalscheuer. Er stammte aus Käfernberg bei Hückeswagen und heiratete 1898 Emilie Heu aus Verr. Zunächst wirkte er als Bäcker in Drabenderhöhe. Nachdem Robert Wirths in Drabenderhöhe direkt neben der Kirche ein neues Gasthaus errichtete, wechselte Ewald Kalscheuer nach Anfang und betrieb dort neben der Gastwirtschaft eine Bäckerei. Vor dem Zweiten Weltkrieg ging der Betrieb an seinen Schwiegersohn, dem Sattler Fritz Lang über. Ewald Kalscheuer starb am 3. Dezember 1941. Anfang der 1950er Jahre erweiterte er den Gasthof um einen Saalbau, wo viele Drabenderhöher Konfirmationen feierten, sich nach einer Beerdigung zur Familienfeier einfanden oder auch die Vereine probten. Fritz Lang starb mit nur 58 Jahren am 29. Juli 1968. Sein Sohn  führte das Gasthaus, welches sich seit den 1950er Jahren auch "Zur Dorfschänke" nannte, weiter. Der Gastwirt Fritz Lang war im Ort als „Wallach“ bekannt. Es heißt, als Burschen in die Wirtschaft kamen, fragte Lang, was willst Du trinken, du Wallach – dieser Ausdruck stammte noch aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, als Lang für die Pferde zuständig war. Am 1. Juli 2011 übernahm der Enkel von Fritz Lang das Traditionsgasthaus. Das Haus nannte sich nun "Teufelsküche" mit zahlreichen Live-Events, wie Kneipenmusik im Thekenbereich, Livekonzerten im Saal und einem alljährlichen Open Air Western BBQ. Die Gastwirtschaft wurde nach mehr als 100 Jahren im Familienbesitz am 1. Januar 2018 geschlossen.+Die Gastwirtschaft in Anfang wurde ab 1845 von Wilhelm Ferdinand vom Schemm weitergeführt. Er heiratete Wilhelmina Lutter, die Tochter des 1832 verstorbenen Gastwirts Johannes Peter Lutter. 1855 sind als Wirte Friedrich Wilhelm Sichelschmidt und Heinrich Caspar Friedrichs angegeben. Um 1878 lebte die Familie Herder in Anfang und um 1893 wurde die Wirtschaft von Robert Wirths betrieben. Nach 1900 kam das Haus in den Besitz von Ewald Kalscheuer. Er stammte aus Käfernberg bei Hückeswagen und heiratete 1898 Emilie Heu aus Verr. Zunächst wirkte er als Bäcker in Drabenderhöhe. Nachdem Robert Wirths in Drabenderhöhe direkt neben der Kirche ein neues Gasthaus errichtete, wechselte Ewald Kalscheuer nach Anfang und betrieb dort neben der Gastwirtschaft eine Bäckerei. In den 1920er Jahren wurde der große Saal mit einer Parkett-Kegelbahn und Bühne angebaut. Vor dem Zweiten Weltkrieg ging der Betrieb an seinen Schwiegersohn, dem Sattler Fritz Lang über. Ewald Kalscheuer starb am 3. Dezember 1941. Anfang der 1950er Jahre erweiterte er den Saalbau um einen Anbau, wo viele Drabenderhöher Konfirmationen feierten, sich nach einer Beerdigung zur Familienfeier einfanden oder auch die Vereine probten. Fritz Lang starb mit nur 58 Jahren am 29. Juli 1968. Sein Sohn  führte das Gasthaus, welches sich seit den 1950er Jahren auch "Zur Dorfschänke" nannte, weiter. Der Gastwirt Fritz Lang war im Ort als „Wallach“ bekannt. Es heißt, als Burschen in die Wirtschaft kamen, fragte Lang, was willst Du trinken, du Wallach – dieser Ausdruck stammte noch aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, als Lang für die Pferde zuständig war. Am 1. Juli 2011 übernahm der Enkel von Fritz Lang das Traditionsgasthaus. Das Haus nannte sich nun "Teufelsküche" mit zahlreichen Live-Events, wie Kneipenmusik im Thekenbereich, Livekonzerten im Saal und einem alljährlichen Open Air Western BBQ. Die Gastwirtschaft wurde nach mehr als 100 Jahren im Familienbesitz am 1. Januar 2018 geschlossen und im Oktober 2022 abgerissenEin Neubau entstand 2025 und war 2026 bezugsfertig.  
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 +Weiteres zum Gasthof auch unter Denkmäler und alte Häuser:  
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 +[[ort:sehenswertes:denkmaeler|10. Wohn- und Gasthaus "Zur Dorfschänke"]] 
  
 {{:bilder:vor1920-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_gastwirtschaft_ewald_kalscheuer_vor_1914.jpg?200|}} Anfang mit den Häusern Kalscheuer und Hühn vor 1914 {{:bilder:vor1920-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_gastwirtschaft_ewald_kalscheuer_vor_1914.jpg?200|}} Anfang mit den Häusern Kalscheuer und Hühn vor 1914

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